27. Juni 2021
Paukenschlag vor Tokio: Sieg im Fünf-Sterne-Grand Prix für Quel Homme de Hus
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Im belgischen Knokke haben Quel Homme de Hus v. Quidam de Revel-Candillo (Dr. Andreas Kosicki, Berlin), Stamm 4847, und Jérôme Guéry mit einem fulminanten Fünf-Sterne-Sieg über 1,60 Meter bewiesen, dass sie ihren Platz in der belgischen Olympia-Equipe verdient haben und bereit für das Super-Event in Tokio sind: „Dieses Pferd ist unglaublich“, schreibt der Reiter auf Instagram. „Eine großartige Leistung, die mich auf die Olympischen Spiele im nächsten Monat hoffen lässt.“ Außerdem gab es 40.000 Euro Preisgeld für das Paar.

Dass er ein Händchen für talentierte Holsteiner hat, bewies Guéry mit seiner Nachwuchshoffnung Uniquo beim selben Turnier: Mit dem Sohn des Uriko-Cancara (Günter Schüder, Bahrenfleth), Stamm 5054, gewann er eine 1,40 Meter-Prüfung. Uniquos Großmutter Alaska II v. Landgraf brachte den international auf höchstem Niveau erfolgreichen S.I.E.C. Caro Ass, aus seiner Mutter Bali II wechselte im vergangenen Jahr mit Hym d‘Cancara ein Pferd über die Auktion des Holsteiner Verbandes die Besitzer.

In Paris belegten die Casall-Tochter Hope Street aus einer Quick Nick-Mutter (Barbara Tenge-Rietberg), Stamm 4847, und Lucas Porter (USA) Rang vier in einer Prüfung über 1,55 Meter. Mit Wunschkind platzierte sich eine weitere Tochter des Casall unter Eric van der Vleuten (NED) an neunter Stelle. Die Stute stammt aus einer selbst bis 1,45 Meter erfolgreichen Mutter v. Caletto I aus der Zucht von Reimer Hedt, Hohenaspe, und entspringt dem Stamm 108A.

Nane Nikolaus Dehn ist der neue Deutsche Meister der vielseitigkeitsreitenden Junioren und strahlte nach dem abschließenden Springen in Kreuth über die Top-Leistungen seiner Schimmelstute Zilia D v. Corland-Mytens xx aus der Zucht seines Großvaters Friedrich Dehn (Schwesing) aus dem Stamm 18B1: „Im Springen ging sie super, nach den ersten beiden Sprüngen wusste ich schon, dass wir das heute hier gut zu Ende bringen. Die Zeit war ein bisschen eng, aber Zilia hat einen so großen Galopp, da hatten wir eigentlich noch nie Probleme“, sagte Dehn glücklich. Nach der Dressur waren er und seine 14-jährige Stute noch Vierte und hatten im Gelände bereits einen Platz gutgemacht. Am Ende gab die Nullrunde im Parcours den Ausschlag – nur 27,3 Minuspunkte schlugen für das Paar zu Buche, das bereits den Preis der Besten vor wenigen Wochen für sich entschied. Für den 17-jährigen Schüler war es der zweite Start bei einer Deutschen U18-Meisterschaft. Auf dem Bronzerang landeten Luke Vogelsänger aus Horn-Bad Meinberg und C’est Evie v. Caretino-Quintero (Horst Günter Kruse, Zingst), Stamm 5329. Als „Overnightleader“ waren sie als Letzte ins Springen gestartet. Ein „Netzroller“ am dritten Sprung verhinderte allerdings den Titelgewinn. „Sie ist trotzdem super gesprungen, ein Fehler ist schnell passiert und die anderen haben es genauso verdient“, sagte der 17-Jährige, der in Kreuth seine zweite Deutsche Meisterschaft bestritten hat.

Sie haben sich in die Spitze des extrem starken deutschen Dressurfeldes gekämpft und wurden mit der Nominierung als Reservepaar für die Olympischen Spiele in Tokio belohnt: Annabelle v. Conteur-Linaro (Günther Fielmann, Schierensee), Stamm 776, und Helen Langehanenberg. „Ich gebe zu, die nervliche Anspannung war schon groß. Nein, ehrlicherweise enorm“, so die Reiterin. „Denn Olympische Spiele, das ist einfach der Traum eines jeden Sportlers. Und wenn ich es auch im letzten Jahr noch für zu früh gehalten hätte. Dieses Jahr hatte ich schon ein bisschen Hoffnung, dass wir uns für das Team empfehlen könnten. Und dann hat Mausi geliefert und sich wirklich von Turnier zuTurnier gesteigert. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ihre Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Unglaublich!“

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Holsteiner Turnierergebnisse

 

Foto Stefan Lafrentz: Quel Homme de Hus

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