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Casall hat die Holsteiner Zucht in den vergangenen Jahren auf eine Weise geprägt, die ihresgleichen sucht. Nur sehr wenige Hengste haben zu Lebzeiten sowohl sportlich als auch züchterisch so eine Bedeutung erlangen können wie er. Casall ist aus keiner Springpferdezucht weltweit wegzudenken.
Die vielen Nachkommen von Casall zeigen, dass ihm insbesondere Stuten mit Rahmen und Größe zugeführt werden sollten, oder solche, die diese vererben. Auch fallen seine Nachkommen durch ihre Härte auf.
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zzgl. Euro 1.000,- + MwSt. bei Trächtigkeit zzgl. Euro 900,- + MwSt. Fohlengeld
ICSI: Euro 1.800,- + MwSt. (siehe Bedingungen)
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Stationen
Vater
Sein Vater Caretino zählt zu den Topvererbern der Holsteiner Zucht. Die weitere väterliche Linie führt über den Ausnahmevererber Caletto II direkt auf den Jahrhunderthengst Cor de la Bryère.
Mutterlinie
Casalls Mutter Kira ist züchterisch hoch interessant. Sie geht zurück auf den Stutenstamm 890, einen der erfolgreichsten Leistungsstämme der Holsteiner Zucht. Auf der Körung 2005 in Neumünster stellte sie mit Clarence v. Carano den vielbeachteten Reservesieger. Mit CCS Uriko brachte Kira zudem ein weiteres 1,60 Meter-Springpferd (Matte Capdevila/CHI) hervor.
Casalls Großmutter, Maltia v. Raimond, verdient ebenfalls hohe züchterische Beachtung. Sie brachte in der Anpaarung mit Lord die Stute Taura. Aus Taura wiederum gingen die gekörten Hengste Ringo Starr, Cesano I und Cesano II hervor. Auch die international erfolgreichen Sportpferde Crocodile Dandy (Alison Firestone/USA) und Conally (Markus Renzel) haben Taura zur Mutter.
Eigenleistung von Casall
Sportliche Erfolge
Unter Rolf-Göran Bengtsson zählte Casall zu den absoluten Top-Pferden des internationalen Springsports. Bei den großen Championaten, den Olympischen Spielen in London 2012, den Europameisterschaften 2013 in Herning und den Weltmeisterschaften 2014 in Caen erreichte er jeweils das Finale der besten 25. In Herning gewann er mit dem schwedischen Team die Mannschafts-Bronzemedaille, darüber hinaus erzielte er den vierten Platz in der Einzelwertung. In Caen gab es wiederum Platz vier am Ende einer überzeugenden Championatswoche. Über viele Jahre hinweg beeindruckte Casall durch seine außergewöhnliche Beständigkeit vor allem in der Global Champions Tour. Es gelang ihm, zehn Etappen der Tour seit 2011 zu gewinnen und er platzierte sich in der Gesamtwertung im Jahr 2014 auf Platz zwei punktgleich mit dem Sieger Scott Brash und im Jahr 2015 auf dem dritten Platz. 2016 gewann Casall im Alter von 17 Jahren die drei Etappen in Valkenswaard, Paris und Doha und somit die Gesamtwertung der Global Champions-Tour. Im Alter von 18 Jahren verabschiedete sich Casall Ask kerngesund aus dem Turniersport. Und das mit wehenden Fahnen, denn das allerletzte Springen seiner Karriere, die Global Champions Tour-Etappe in Hamburg, gewann er vor heimischen Zuschauern. Die Verabschiedung direkt nach dem Sieg vor einem emotional bewegten Publikum sorgte noch einmal für Gänsehaut. Casall ist eine lebende Legende und erfreut sich – mittlerweile 27 Jahre alt – noch immer bester Gesundheit und Lebensfreude.
Prüfungsergebnisse
2002: 70-Tage-Test in Adelheidsdorf, Ges. 133,68 2./ 32, Spr. 138,11 /2., Dr. 115,45 / 7.
Nachkommen von Casall
Auch züchterisch ist Casall eine Ausnahme-Erscheinung. Oftmals stand Casall in internationalen Top-Prüfungen immer wieder in direkter Konkurrenz mit seinen eigenen Kindern – allein dies ist ein beeindruckendes Indiz für seine außergewöhnliche Vererbungskraft.
Im Rahmen der Europameisterschaften in Mailand brillierte eine Casall-Tochter ganz besonders: Cinca. Die Casall-Carthago-Tochter (Peter Wylde, Belgien) sprang unter Michael Duffy zur Mannschafts-Silbermedaille. Weitere international hoch erfolgreiche Casall-Nachkommen sind u. a. Austria unter Kent Farrington, Calleryama mit Gilles Thomas (BEL),
Caillou mit Karl Cook (USA), Caracas unter Jos Verloy (BEL), Cita unter Daniel Coyle, Chesall Zimequest mit Simon Delestre (FRA), Casello unter Ludger Beerbaum, Cristallo A LM unter Philippe Rozier (FRA), Wunschkind mit Eric van der Vleuten (NED) Casallco mit Philip Rüping und Casall unter Ali Wolff (USA).
Casall stellte mit Vontessa, Akimba, Cascada I, Graziella, Indira VI, La Perla und N-Quinta die Siegerstuten der Elite-Stutenschauen in Elmshorn in den Jahren 2008, 2011, 2013, 2017, 2019, 2021 und 2023. Mit seinen Söhnen Casaltino und Cadilo brachte er bereits zwei Holsteiner Siegerhengste bei der Körung in Neumünster – 2013 und 2018. Des Weiteren stellte er die Reservesieger Catch it (2009) und Cascadello I (2011), der zum Rekordpreis von 600.000 Euro versteigert wurde und 2017 den zweiten Reservesieger der Körung, Cardin. Bisher wurden weltweit 247 seiner Söhne gekört und 102 seiner Kinder sind in 1,60 Meter-Springen erfolgreich. Zudem wurden in Holstein 90 seiner Töchter mit einer Staatsprämie ausgezeichnet. Die anhaltende Qualität seiner Nachkommen stellt der Ausnahmehengst dabei immer wieder unter Beweis. Bei der Holsteiner Junghengstkörung 2025 war Casall mit vier Anwärtern am stärksten vertreten, drei dieser Hengste erhielten das begehrte Körsiegel.
Casalls Fohlen überzeugen Jahr für Jahr durch ihren besonderen Charme und ihre Klasse. Auf den Auktionen in der ganzen Welt überzeugen Casalls Söhne und Töchter mit Spitzenpreisen. Bei der Stephex-Auktion 2019 stellte Casall die Spitzenfohlen. Ein Stutfohlen v. Casall-Kannan wurde für 96.000 Euro versteigert und für ein weiteres Stutfohlen v. Casall-Vigo d’Arsouilles fiel der Auktionshammer bei 50.000 Euro. 2023 wurde bei der Holsteiner Fohlenauktion auf dem Hamburger Derby ein Hengstfohlen v. Casall für 26.000 Euro zugeschlagen.
Auch bei der Holsteiner Elite Reitpferde-Kollektion wusste sich eine Casall-Tochter besonders in Szene zu setzen: Die dreijährige Catharina v. Casall-Montender wechselte für 150.000 Euro den Besitzer.