Holsteiner Verband

Stutenstämme


Stuten: Die Basis der Holsteiner Zucht.

Eine besondere Bedeutung kommt in Holstein den Stutenstämmen zu. Georg Ahsbahs, Herausgeber des ersten Gestütsbuchs, das im Jahr 1897 erschien, verfolgte die Stutenfamilien bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts und gab jeder Familie eine Stammnummer.

Ein System, das heute noch Gültigkeit hat und um das die Holsteiner von vielen anderen Zuchtverbänden beneidet werden.

Bereits damals erfolgte eine Bonitierung der Stuten durch eine Benotung der sechs Merkmale Abstammung, Größe, Farbe, Eleganz, Gang und Knochenbau. Die damalige Methode ist immer noch Grundlage der Bewertung, wurde jedoch wesentlich verfeinert.

Vor mehr als 20 Jahren wurde ein System zur Überprüfung der Leistungsveranlagung junger Stuten, die so genannten Stutentests, in Holstein entwickelt – ein Maßstab für alle Sportpferdezuchten in Europa.



EIGENLEISTUNG UND EXTERIEUR

Bereits im vorigen Jahrhundert hatte man feste Vorstellungen vom Typ des Holsteiner Pferdes. Dieses wichtige Rassemerkmal ist bis heute erhalten geblieben und wird mit Stolz von den Züchtern zwischen den Meeren weiter gepfl egt: Holsteiner sind eine der wenigen Ursprungsrassen im Warmblutzuchtgeschehen und gelten daher als etwas ganz Besonderes auf der ganzen Welt.

Neben dem Rassetyp gehört natürlich die Korrektheit im Körperbau, vor allem Oberlinie und Fundament, zu den wichtigen Merkmalen, bei deren Beurteilung die Holsteiner Züchter streng, aber kompromissbereit vorgehen.

 

400 STUTEN PRO JAHR

Bei der Bewertung der Stuten steht – neben der Typbeurteilung – die Ausprägung der drei Grundgangarten im Vordergrund. Jährlich werden ca. 400 Stuten nach diesen strengen Regeln in das Zuchtbuch für Stuten (Zentrales Stutbuch) eingetragen. Dort unterscheiden sie sich anhand ihrer Bontitierung: Ab 47 Punkten für die Merkmale Typ, Oberlinie, Vorderfuß, Hinterfuß, Schritt, Trab und Galopp wird die Qualität durch eine Bezirksprämie gekennzeichnet, ab 52 Punkten wird das Prädikat Verbandsprämie vergeben. Eine Verbandsprämienstute mit einer erfolgreich abgelegten Stutenprüfung (mind. Durchschnittsnote 7,0) erhält den unter den Züchtern sehr begehrten Titel „Staatsprämienstute“. Nur ca. 50 Stuten, eines Eintragungsjahrgangs, erreichen diese Auszeichnung.

Diese strenge Selektion garantiert den Zuchtfortschritt der Holsteiner. Das Holsteiner Stutbuch ist derzeit geschlossen, d. h. es werden keine Vertreterinnen anderer Rassen eingetragen. Anders sieht es bei den Hengsten aus, denn seit einigen Jahren können neben dem englischen Vollblut auch fremdblütige Hengste mit außergewöhnlicher Eigenleistung und/oder Leistungsabstammung im Zuchtprogramm eingesetzt werden.

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