Holsteiner Verband
Holsteiner Privathengste Holsteiner Broschüre Holsteiner - Charakter, Charisma, Klasse

Bedingungen 2016

(Änderungen vorbehalten) Stand 15.1.16

ALLGEMEINE BEDINGUNGEN VERBANDSHENGSTE

1. Grundlage der Bestimmungen ist der Stutenbestand, der von dem Züchter am 01.01.2016 durch die Bestandsmeldung für das Jahr 2016 mitgeteilt wurde. Die Decktaxen für die Decksaison 2016 teilen sich in 2 Preiskategorien.

Um die Mitglieder des Holsteiner Verbandes bevorzugt zu behandeln, wird für deren beim Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes e. V. eingetragenen Stuten und eintragungsfähigen Stuten die günstigere Decktaxe I berechnet.

Für Stuten von Nichtmitgliedern oder nicht eintragungsfähigen (nicht am Zuchtprogramm teilnehmenden) Stuten gilt die Decktaxe II als Berechnungsgrundlage. Die Beitrittserklärungen liegen in den Deckstationen aus oder können von der Internetseite im Downloadbereich runtergeladen werden.


Sollte ein Nichtmitglied eine Beitrittserklärung vor dem Deckakt unterzeichnen, so werden die Bedeckungen seiner eingetragenen und/oder eintragungsfähigen Stuten wie Stuten von Mitgliedern mit Decktaxe I abgerechnet.

Bei einem nicht durch eine Ausfallzeit bedingten Hengstwechsel wird die jeweils höhere Decktaxe berechnet. Die Preisdifferenz wird mit einer neuen Deckgeldrechnung erhoben.

Ein Hengst gilt als ausgefallen, wenn er selbst oder das Sperma von diesem Hengst aus nicht vorhersehbaren Gründen (Krankheit, Tod o. ä.) auf den Stationen nicht mehr zur Verfügung steht. Eine Turnierteilnahme des Hengstes gilt nur als Ausfallzeit, wenn kein TG-Samen dieses Hengstes vorhanden ist. Ist dies der Fall, so können die Züchter ohne Zuzahlung auch im Deckgeld höher liegende Verbandshengste nutzen. Wurde bei der Vorbedeckung ein teurerer Hengst benutzt, so wird nur die günstigere Decktaxe berechnet. Rosst die Stute erneut um und der erstbedeckende Hengst steht wieder zur Verfügung,so muss dieser wieder benutzt werden. Wünscht der Züchter jedoch eine erneute Besamung durch den im Deckgeldhöher liegenden Hengst, so ist die entsprechend höher liegende Decktaxe zu entrichten. Anspruch auf Rückzahlung des Deckgeldes besteht nicht, der Differenzbetrag wird dem Züchter gutgeschrieben.

Die Verwendung einer Stute im Embryotransfer ist zwingend bei jeder Besamung anzugeben. Wird ein Embryotransfer vorher nicht angegeben, wird jede Besamung doppelt berechnet.

2. Gutschriften

Für Stuten, die im Jahre 2016 von Verbandshengsten nicht aufgenommen haben, ermäßigt sich das Deckgeld 2017 um 250,– Euro + MwSt. Dieser Anspruch ist auf andere Stuten übertragbar, wenn die güst gebliebene Stute verendet ist. In diesem Fall muss ein Attest des Tierarztes in der Geschäftsstelle in Elmshorn eingereicht werden. Wird eine im Jahr 2016 von einem Verbandshengst besamte und güstgebliebene Stute nicht mehr zur Zucht eingesetzt, so kann die Gutschr ift aus der Nichtträchtigkeit (i.d.R.250,- Euro netto) auf eine andere Stute im Deckjahr 2017 über tragen und mit den Deckkosten verrechnet werden. Die betreffenden Stuten sind der Geschäftsstelle Elmshorn unter Vorlage eines Nichtträchtigkeitsattestes der güsten Stute mitzuteilen. Im Falle eines Verkaufes der güst gebliebenen Stute ist der neue Eigentümer auf die Übertragung der Gutschrift hinzuweisen.

Diese Gutschriften können nur auf eine im Vorjahr gestellte Deckgeldrechnung angerechnet werden.

Tierarztkosten:

Für Stuten, die im Zuchtjahr 2016 in der Frischspermabesamung (Station + Hofbesamung) nicht aufgenommen haben, ist im Folgejahr die erste Besamungsrosse (Follikelkontrollen und Besamungen) kostenlos. Die Besamungspauschale wird in diesen Fällen erst ab der 2. Rosse fällig. (Es werden nur anfallende medizinische Behandlungen, Tupferproben, Trächtigkeitskontrollen etc. in Rechnung gestellt).

Eine Übertragbarkeit dieser Gutschrift auf andere Stuten ist nicht möglich, ebenso gilt diese Regelung nicht für die TG-Pauschale.

Voraussetzung ist ein Attest über die Nichtträchtigkeit, das bis  zum 15. September 2016 bei dem jeweiligen Besamungstierarzt vorliegen muss. Den Züchtern wird generell empfohlen, zu diesem Zeitpunkteine Trächtigkeitskontrolle aller Stuten durchführen zu lassen, um im Falle von nicht (mehr) tragenden Stuten bereitsfrühzeitig notwendige medizinische Behandlungen/Vorbereitungen für die neue Zuchtsaison planen zu können und die Stuten sauber in den Winter zuschicken.

3. Bleibt eine Stute, die nach dem 01. Juli 2016 erstmalig von einem Hengst des Verbandes der Züchter des Holsteiner Pferdes e. V. bedeckt worden ist, güst, wird der jeweils gezahlte Deckgeldbetrag für die Benutzung eines Verbandshengstes in der folgenden Decksaison gutgeschrieben. Wird in der folgenden Saison ein in der Decktaxe niedriger liegender Verbandshengst genutzt, so verfällt die Restsumme der Gutschrift. Bei Nutzung eines in der Decktaxe höher liegenden Verbandshengstes wird die Differenz in Rechnung gestellt. Dieser Anspruch ist nicht auf andere Stuten übertragbar, es sei denn, die güst gebliebene Stute ist verendet. Diese Gutschriften können nur auf eine im Vorjahr gestellte Deckgeldrechnung angerechnet werden. Der Anspruch auf Deckgeldnachlass verfällt, wenn für die betreffende Stute im Vorjahr keine Deckgeldrechnung gestellt wurde.

4. Der Spermatransport erfolgt bis ca. 10. August 2016. Umrossende Stuten können im laufenden Kalenderjahr bis zum 01. September 2016 auch dann, wenn der Hengst gewechselt wird, von einem auf Station (Bokel, Sollwittfeld, Wellinghusen) stehenden Hengst nachbesamt/nachbedeckt werden.

5. Hengste, die sich für das Bundeschampionat qualifiziert haben, können nach dem 1. August 2016 nicht mehr zur Verfügung gestellt werden.

6. Eine Trächtigkeitsgarantie wird nicht übernommen, das Deckgeldist in jedem Fall zu entrichten.

7. Die Begrenzung der Hengste erfolgt nach den Vorgaben der Satzung.



Wichtig für Stutenbesitzer, Hengsthalter, Stationswärter und Tierärzte



1. Bringen Mitglieder ihre Stuten zum Hengst, ist der Stationshalter verpflichtet, sich die Mitgliedsnummer und den Equidenpass der Stute vorlegen zu lassen. Sollten seitens der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn mehrfach gemahnte Forderungen gegenüber dem Stuteneigentümer bestehen, erfolgt keine Bedeckung der Stute(n)!

2. Vor der Bedeckung/Besamung der Stuten durch stark genutzte Hengste hat der jeweilige Stationswärter das Recht, auch von einer am Hengst auf der Station eine deutliche Rosse zeigenden Stute, eine Follikelkontrolle vom Stationstierarzt vornehmen zulassen, damit sicher gestellt wird, dass ein besamungsfähiger Follikel (mind. 35 mm) vorhanden ist. Dies geschieht zur Schonung der Hengste und zur Verbesserung der Trächtigkeitschancen.

Bei güsten und 3-jährigen Stuten muss das Ergebnis einer Tupferprobe vorliegen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist der Stationshalter/Stationstierarzt im Interesse aller Züchter berechtigt, die Stute nicht decken/besamen zu lassen.

3. Deck-/Besamungsbestätigung
Für den Stuteneigentümer wird der Deckbestätigungsbeleg nach erfolgter Bedeckung/Besamung seiner Stute in der ersten Rosse ausgestellt.

4. Deckkarten
Deckkarten werden nach Überprüfung der Decklisten im Dezember vvon der Geschäftsstelle in Elmshorn zugesandt. Die Deckkarten werden jährlich in wechselnden Farben ausgegeben.

Sie enthalten:
• Bedeckungsnachweis (bestätigt durch die Geschäftsstelle),
• Geburtsanzeigekarte, vom Stutenbesitzer gut leserlich - möglichst in Blockschrift - auszufüllen und innerhalb von 28 Tagenan die Geschäftsstelle des Holsteiner Verbandes in Kiel einzusenden.Für nicht fristgerecht gemeldete Fohlen wird eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von 20,– Euro (bis 4 Wochen zu spät) bzw.50,– Euro (über 4 Wochen zu spät) + MwSt. je Fohlen erhoben. Bei Fohlen von noch nicht eingetragenen Stuten sind unbedingt Vater und Mutter der Stute auf der Geburtsanzeige zu vermerken.


5. Vorbedeckungen

Der Stutenbesitzer ist verpflichtet, dem Deckstellenleiter bei Stationswechsel jede Vorbedeckung seiner Stute zu melden. In jedem Fall sind Mitgliedsnummer und Equidenpass erneut vorzulegen. Die Hengsthalter und Stationswärter erhalten Anweisung, die Bedeckung nicht durchführen zu lassen, wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

6. Umrossende Stuten
Umrossende Stuten werden im laufenden Kalenderjahr bis zum 1. September 2016 auch dann, wenn der Hengst gewechselt wird, nachgedeckt ( Punkt 4).

7. Stutengesundheitsdienst
Zur Förderung der Fruchtbarkeit und zur Verhinderung von Übertragungen seuchenähnlicher Erkrankungen bei unseren Hengsten und Stuten werden für die Decksaison folgende Vorschriften für die Hengststationen der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn erlassen:

I.a.Den Hengsten dürfen zur Bedeckung grundsätzlich nur geschlechtsgesunde Stuten zugeführt werden.

b. Alle güsten Stuten, dreijährige und ältere erstmalig zu deckenden Stuten, Stuten, die verfohlt oder ein totes oder lebensschwaches Fohlen zur Welt gebracht haben und Stuten mit Erkrankungen nach der Geburt (Nachgeburtsverhalten usw.), sind möglichst bald durch klinische und bakteriologische Untersuchungen (Tupferprobe) tierärztlich untersuchen zu lassen. Es wird dringend gefordert, diese Untersuchung und die Tupferprobe während einer Rosse durchzuführen. Dem jeweiligen Deckstellenleiter ist einentsprechendes tierärztliches Attest zusammen mit dem Ergebnisder Tupferprobe vorzulegen.

c. Die Geschäftsleitung behält sich vor, auf einzelnen Stationen oder allgemein bei besonderen Verhältnissen zusätzliche Vorschriften zu erlassen.d. Stuten, die aus Beständen stammen, die von seuchenhaften Erkrankungen betroffen sind oder waren (u. a. virusbedingteAborte) dürfen nur nach Genehmigung des betreffenden Stationstierarztes zur Besamung auf eine Station der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn verbracht werden.

e. Besitzern von Stuten ist es unbenommen, weitere Untersuchungenzur Verbesserung der Fruchtbarkeit durchführen zulassen. Es wird empfohlen, bei Nichtträchtigkeit die Stutenauch auf CEM untersuchen zu lassen.

II.a. Stuten, die zum zweiten Male umrossen, dürfen nicht gedeckt werden, bevor dem Stationsleiter/Tierarzt ein tierärztliches Attest über die Gesundheit der Stute vorgelegt wird.

b. Dem Stutenbesitzer wird empfohlen, bereits beim ersten Umrossen eine entsprechende Untersuchung vornehmen zu lassen.

III.a. Den Stutenbesitzern wird empfohlen, bei rossenden Stuten eine Kontrolle der Eierstöcke, der Gebärmutter und des Muttermundes durch hierin erfahrene Tierärzte durchführen zu lassen, um den günstigsten Decktermin zu erfassen und evtl. Erkrankungen festzustellen.

b. Den Besitzern wird weiterhin empfohlen, ihre Stuten auf Frühträchtigkeituntersuchen zu lassen (15.-17.Tag / 28.-30.Tag / ggf.42.Tag, je nach Anweisung des Besamungstierarztes).CEM-Untersuchung auf Wunsch

8. Stutenuntersuchungen
Aufgrund der Erfahrungen unserer Besamungstierärzte auf denStationen der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn wurde angeregt, die Untersuchung der Stutentupfer auf folgende Keime festzulegen:

1. Betahaemolysierende Streptokokken
2. Haemolysierende E Coli
3. Pseudomonaden
4. Klebsiellen
5. Sproßpilze
6. Staphylococcus aureus

Zulassung:
Dem Stationsleiter ist vor der Bedeckung (Natursprung) das tierärztliche Attest über das Freisein der oben genannten Keime des Stutentupfers vorzulegen. Nur danach ist eine Bedeckung im Natursprung möglich. Die für den Natursprung erforderliche Untersuchung der Tupferprobe gilt für die künstliche Besamung bei dreijährigen güsten Stuten vor der ersten Besamung und bei Fohlenstuten beim ersten Umrossen als Empfehlung und beim zweiten Umrossen als Pflicht. Das Ergebnis der Tupferuntersuchung darf nicht älter als sechs Wochen sein und bedarf der Schriftform.

Frischspermabesamung auf Station

Besamungen durch die Hengste der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn beginnen ca. am 16. Februar 2016. Dem Züchter stehen für die Abrechnung der tierärztlichen Aufwendungen für jede Stute individuell zwei Möglichkeiten zur Verfügung, wobei die Entscheidung hierüber im Rahmen des auf der Station zuschließenden Deck-/Besamungsvertrages vor der ersten Besamung der Stute schriftlich zu erfolgen hat:

Der Züchter wählt:
A.) die direkte Einzelabrechnung mit dem Tierarzt auf Grundlage der tierärztlichen Gebührenordnung oder

B.) die pauschale Abrechnung (Stationsbesamungspauschale) von 150,– Euro + MwSt. (Brutto 178,50 Euro) für gynäkologische Untersuchungenund Besamungen während 3 Rossen.Der Betrag wird (insbesondere bei Neukunden) vor der ersten Untersuchung fällig. Im Einzelfall kann der Tierarzt säumige Kunden zurückweisen.

Beginn der Pauschale: Neben einer sichtbaren äußeren Rosse am Probierhengst auf der Station muss ein besamungsfähiger Follikel (mind. 35 mm) vorhanden sein, wobei der Stationstierarzt über die Besamungsfähigkeit der Stute entscheidet. Ist dieser besamungsfähigen Follikel nicht vorhanden, werden die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen, bis ein solcher vorhanden ist, vom Tierarzt gesondert berechnet.

Ab der vierten Rosse werden die Kosten zusätzlich vom Tierarzt in Rechnung gestellt. Follikelkontrollen außerhalb der Rosse sowie zusätzliche medizinische Behandlungen, Tupferproben und Trächtigkeitskontrollen werden den Stuteneigentümern vom Tierarzt gesondert in Rechnung gestellt.

Bei jedem Stationswechsel ist eine erneute Tierarztkostenpauschale von 150,– Euro + MwSt. zu entrichten. Diese wird vom jeweiligen Tierarzt direkt in Rechnung gestellt. Die bei einem nach dem 1. August 2016 vorgenommenen Stationswechsel anfallenden Tierarztkosten werden nicht in einer Pauschale,sondern nach Aufwand direkt vom behandelnden Tierarzt in Rechnung gestellt.

10. Tiefgefrierspermabesamung auf Station
Dem Züchter stehen für die Abrechnung der tierärztlichen Aufwendungen für jede Stute individuell zwei Möglichkeiten zur Verfügung, wobei die Entscheidung hierüber im Rahmen des auf der Station zu schließenden Deck-/Besamungsvertrages vor der ersten Besamung der Stute schriftlich zu erfolgen hat:

Der Züchter wählt:
A.) die direkte Einzelabrechnung mit dem Tierarzt auf Grundlage der tierärztlichen Gebührenordnung oder
B.) die pauschale Abrechnung (Stations-TG-Besamungspauschale)von 340,– Euro + MwSt. (Brutto 404,60 Euro) für gynäkologische Untersuchungen und Besamungen während 3 Rossen wird mit dem Tierarzt direkt abgerechnet. 1. und 2. Rosse als Tiefgefrierbesamung. Bei Nichtträchtigkeit erfolgt die Besamung in der 3. Rosse mit Frischsamen eines Junghengstes und wird mit dem Tierarzt direkt abgerechnet (Ausgenommen Casall,s. Sonderbedingungen zum Zuchteinsatz von Casall,).  Ab der vierten Rosse werden die Kosten zusätzlich vom Tierarzt gesondert in Rechnung gestellt. Der Betrag wird (insbesondere bei Neukunden)vor der ersten Untersuchung fällig. Im Einzelfall kann der Tierarzt säumige Kunden zurückweisen.

Beginn der Pauschale:
Neben einer sichtbaren äußeren Rosse am Probierhengst auf der Station muss ein besamungsfähiger Follikel (mind. 35 mm) vorhanden sein, wobei der Stationstierarzt über die Besamungsfähigkeit der Stute entscheidet. Ist dieser besamungsfähige Follikel nicht vorhanden, werden die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen, bis ein solcher vorhanden ist, vom Tierarzt gesondert berechnet. Follikelkontrollen außerhalb der Rosse, sowie zusätzliche medizinische Behandlungen, insbesondere tiefgefrierspezifische Hormonbehandlungen, Ovulationsterminierungen, Tupferproben und Trächtigkeitskontrollen werden dem Stuteneigentümer gesondert in Rechnung gestellt.

Sonderregelungen:
a) für die TG-Pauschale kommen nur Hengste infrage, die von der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn ausgewählt wurden und die nachweislich besamungsfähig mit ausreichendem Befruchtungsindex sind.b) für die TG-Pauschale kommen nur Stuten infrage, die vom Stationstierarzt als geschlechtsgesund und mit ausreichend positiver Trächtigkeitsprognose akzeptiert werden. Hohes Alter, akute und chronische Erkrankungen des Geschlechtsapparates,wiederholte Güstzeiten etc. können zu einer Ablehnung der Pauschaleführen. Eine derartige Ablehnung ist vom Stationstierarzt nachvollziehbar zu begründen und mit dem Tierbesitzer eingehend zu erörtern. Besteht der Tierbesitzer trotz deutlich fraglicher oder schlechter Trächtigkeitsprognose auf eine TG-Besamung, ist „Einzelabrechnung“ anzuwenden undauf ein erhöhtes Kostenrisiko hinzuweisen. Eine Trächtigkeitsgarantie wird, wie auch in der Frischspermabesamung, nicht gewährleistet.

Aufgrund der mehrfach täglich notwendigen Untersuchungen („Besamung auf Punkt“), werden anfallende Fahrtkosten außerhalb der regulären Stationszeiten nach Aufwand gesondert in Rechnung gestellt. Die Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn bietet nebenden Hengsten aus der Stationierung noch Gefriersperma weiterer Hengste an.

11. Frischspermabesamung im Stall (Hofbesamung)

Grundanforderungen an den Züchter bzw. den Züchterstall:

• Untersuchungsstand (nach Vorgaben des Tierarztes)
• Stellflächefür Ultraschall und medizinisches Gerät
• Waschmöglichkeit
• Stute befindet sich im Stall (tierärztliche Wartezeiten können gesondertberechnet werden)
• Im Einzelfall kann der Tierarzt die Besamungablehnen (z. B. mangelhafte Bedingungen, übermäßige Anfahrtswege)

Für die Hofbesamung werden folgende Regelungen getroffen:

1. Für die Besamungen auch auf den Züchterhöfen kommen nur die Tierärzte in Frage, die eine Besamungsstation der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn betreuen oder als vertraglich angeschlossene Praxis der entsprechenden Station tätig sind.

2. Die Bestellung des Samens erfolgt über die im Bereich des Züchters liegende Station der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn, von der die nötigen Daten gesammelt werden und die Bestellung in Elmshorn erfolgt. Der Züchter muss vor der ersten Besamung einen Besamungsvertrag schriftlich abschließen. Der Samen wird von der Station Elmshorn an diese Deckstation ausgeliefert. Pro Rosse werden maximal 3 Besamungsportionen gewährt.

3. Der Stationstierarzt bzw. die vertraglich angeschlossenen Praxen nehmen den Samen in Empfang, besamen die Stute auf dem Hof des Züchters und rechnen die Kosten direkt mit dem Züchter ab.

Der Züchter wählt:
A.) die direkte Einzelabrechnung mit dem Tierarzt auf Grundlage der tierärztlichen Gebührenordnung oder
B.) die pauschale Abrechnung (Hofbesamungspauschale) von 270,– Euro + MwSt. (Brutto 321,30 Euro) für gynäkologische Untersuchungen und Besamungen (zzgl. Anfahrtskosten) während 3 Rossen.
Die Abrechnung der Hofbesamungspauschale erfolgt direkt von den Tierärzten. Vor der Besamung der Stute muss, neben einer deutlich sichtbaren Rosse, ein besamungsfähiger Follikel (mind. 35 mm) vorhanden sein. Ist dieser besamungsfähige Follikel nicht vorhanden, werden die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen, bis ein solcher vorhanden ist, vom Tierarzt gesondert berechnet. Ab der vierten Rosse werden die Kostenzusätzlich vom Tierarzt in Rechnung gestellt. Follikelkontrollen außerhalb der Rosse sowie zusätzliche medizinische Behandlungen, Tupferproben,Trächtigkeitskontrollen und Anfahrtskosten werden den Stuteneigentümern vom Tierarzt gesondert in Rechnung gestellt.

4. Der mit der Besamung beauftragte Tierarzt ist für das vollständigeund ordnungsgemäße Ausfüllen der Unterlagen verantwortlich und sorgt dafür, dass nach Ende der Decksaison die Durchschrift der Unterlagen an die Besamungsstation in Elmshorn übergeben wird.

5. Für die Hofbesamung kommen nur Hengste in Frage, die vom Vorstand und der Geschäftsführung der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn in Zusammenarbeit mit dem Stationsleiter der Besamungsstation in Elmshorn dafür ausgewählt werden.

Eine Liste dieser Hengste finden Sie hier.

Eine Änderung aufgrund zu starker Nachfrage bzw. ausanderen wichtigen Gründen ist jedoch jederzeit möglich. Auf begründeten Antrag liegt es im Ermessen des Stationsleiters, auch Samen anderer Hengste zur Verfügung zu stellen. Die Hengste hierfür stehen in Absprache mit dem jeweiligen Stationsbetreiber zur Verfügung.Änderungen sind während der laufenden Decksaison möglich.

12. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

Gerichtsstand ist Elmshorn.

SAMENVERSAND

Die Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH versucht alle Züchterbestmöglich mit dem gewünschten Samen zu versorgen. Samenversand auf die Verbandsstationen

Die Züchter innerhalb Schleswig-Holsteins haben die Möglichkeit Samen fast aller Hengste auf jeder Deckstation der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn zu erhalten, die Liste finden Sie hier.

Der Samen wird per Nachtkurier an die gewünschte Station ausgeliefert. Eine weitere Möglichkeit für die Züchter innerhalb Schleswig-Holsteinsist die Hofbesamung. Bei dieser Variante wird der Samen nach Ankunft auf Station der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn direkt an vertraglich zugelassene Besamungstierärzte weitergeleitet, die dann die Stute direkt auf dem Züchterhof besamen.

Samenversand außerhalb Schleswig-Holstein

Für die Züchter, die nicht mit einer Station der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn zusammen arbeiten, wird der Samen direkt an die jeweiligen Tierärzte auf Bestellung versandt. Für diesen direkten Samenversand an den Züchter oder Tierarzt werden die Versandkosten extra in Rechnung gestellt. Die Versandkosten hierfür gehen zu Lasten des Züchters, ebenso wie amtstierärztliche Begleitpapiere pro Hengst und Sendung zum Versand des Samens außerhalb Deutschlands (Versandkosten + ca. € 45,00).

Für den Versand von Tiefgefriersperma stellt der Kunde den Container und zahlt eine Stickstoff-Pauschale. Alternativ kann ein Einweg-Container für 100,- Euro zzgl. Stickstoff-Pauschale von 25,- Euro erworben werden. In der nebenstehenden Liste sehen Sie, welche Hengste für die Hofbesamung, für den bundesweiten oder europäischen Frisch-Samenversand zur Verfügung stehen. Diese Liste finden Sie ebenfalls während der Decksaison stets aktualisiert unter Samenversand.

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